Neue ADR Vorschriften ab 01.01.2015

Wussten Sie schon, das ab dem 01.01.2015 einige neue Vorschriften gemäß der ADR 2015 gelten?

"Die Transportbedingungen von Leuchtmitteln im Kap. 1.1.3.10 des ADR 2015 wurden angepasst. Die Umsetzung in Deutschland muss zum 01.07.2015 erfolgen.
Demnach sind Leuchtmittel, die unter b) der neuen Eintragung gem. 1.1.3.10 definiert werden, bei einem Gehalt von bis 1 Gramm gefährlicher Güter unter besonderen Verpackungsbedingungen
(Unterabsatz II) in Außenverpackungen zu verpacken, die eine Fallprüfung aus 1,20 m Höhe bestehen müssen. Weiterführend enthält auch die Regelung unter Buchstabe c) für gebrauchte, beschädigte oder
defekte Leuchtmittel eine solche Vorgabe.
Nach einer aktuellen Information aus dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) ist für die bevorstehende Durchführungsrichtlinie Gefahrgut die Aufnahme des folgenden Textes vorgesehen:
Zu Unterabschnitt 1.1.3.10 und Sondervorschrift 366 ADR/RID
1-20 Aus der Formulierung „vorausgesetzt, sie enthalten keine radioaktiven Stoffe und sie enthalten kein Quecksilber in größeren als den in der Sondervorschrift 366 des Kapitels 3.3
festgelegten Mengen“ ergibt sich, dass für Lampen mit Klasse 7-Stoffen und mit Quecksilber die speziellen Beförderungsbedingungen der stoffspezifischen Einträge gelten, wenn die in
1.1.3.10 genannten Voraussetzungen nicht vorliegen, wobei für hergestellte Gegenstände mit Quecksilber ggf. die Freistellung nach der Sondervorschrift 366 greift. Das heißt, dass auch
nach den ab 2015 anwendbaren Vorschriften des ADR/RID/ADN und IMDG-Code die UN-Nummer 3506 für Leuchtmittel mit Quecksilber anwendbar bleibt. Die Sondervorschrift 366
setzt aber inzidenter voraus, dass das Quecksilber in dem Gegenstand eingeschlossen ist. Wenn dies bei Abfall-Leuchtmitteln nicht gegeben ist, kann im Rahmen von Sammlungen eine
freigestellte Beförderung nur unter den Bedingungen nach 1.1.3.10 Buchstabe a) bzw. c) erfolgen.
Weiterhin führt das BMVI aus, dass „somit beschädigte Leuchtstoffröhren künftig nur noch nach 1.1.3.10 befördert werden können.

Als Standardbehälter haben sich u.a. in der Branche die Rungenpaletten für gebrauchte Leuchtmittel etabliert. Beschädigte Leuchtmittel (Lampenbruch) werden bereits heute
mittels geschlossener Behältnisse erfasst. Somit ist sichergestellt, dass bei der Erfassung von Leuchtmitteln in europäischen Sammelsystemen unter normalen Beförderungsbedingungen keine gefährlichen
Güter freigesetzt werden.


Das Verkehrsministerium weißt aber weiterhin darauf hin, dass „eine Beförderung in Rungenpaletten wegen der möglichen Beschädigungen als nicht zulässig anzusehen sind. Diese Auslegung wird auch durch die sicherheitstechnische Bewertung der BAM gestützt. Der BDE empfiehlt sich zeitnah um geeignete Verpackungen zum Transport von Leuchtmitteln zu bemühen."


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