"Der Müll hier ist viel wert"

Zuhause landet der Müll in verschiedenen Tonnen und wird regelmäßig von der Müllabfuhr abgeholt. Doch was passiert dann damit? Eine Frage, der die Drittklässler der Albert-Schweitzer-Grundschule bei der Drekopf Recyclingzentrum Velbert GmbH nachgingen.

Bei einem Rundgang über das große Betriebsgelände an der Haberstraße in Velbert lernten die Schüler, dass Papier nicht gleich Papier ist. Gemeinsam mit Mitarbeiterin Lea Brod erläuterte Betriebsleiter David Becken, welche Arbeitsschritte zum Recycling gehören und warum so viele Müllwagen, Gabelstapler und Radlader benötigt werden.
"Alleine hier liegen rund 100 bis 120 Tonnen Altpapier", informiert David Becken im Bereich „Container“. "Was an dieser Stelle abgeladen wird, ist der Papiermüll, den ihr mit euren Eltern in die Container werft." Große Lastwagen würden diese Mengen regelmäßig abholen und zu Fabriken zur Weiterverarbeitung bringen. "Dieser Müll ist also immer noch sehr viel Wert", so der Betriebsleiter weiter.

Kinder lernen die Unterschiede kennen

Auch die Bereiche „Sperrmüll und Altholz“ sowie „Papier und LVP“ (blaue und gelbe Tonne) lernten die Grundschüler kennen und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Bis unter die Decke stapeln sich bei der Drekopf Recyclingzentrum Velbert GmbH die Papierballen. "Wir sortieren das Material - je nachdem, worum es sich handelt", sagt David Becken und veranschaulicht den Kindern, dass sich Papier von Karton unterscheidet. Auch auf neugierige Fragen geht der Betriebsleiter ein und so wissen die Schüler nun, dass sich Papier in einzelne Fasern auflösen und neu aufbereiten lässt. "Zum Abschluss zeige ich euch noch die ,besseren Papiersorten'", so David becken. "Dazu zählen unter anderem Briefumschläge und Zeitungen."

Weitere Informationen:

-Seit 20 Jahren betreibt die Drekopf Recyclingzentrum Velbert GmbH den Standort in der Haberstraße in Velbert. Die Betriebsfläche umfasst nahezu 20.000 Quadratmeter Fläche.
-Die Drekopf Recyclingzentrum Velbert GmbH betreibt zwei nach Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigte Anlagen. Darüber hinaus erfüllt der Betrieb die Anforderungen als Behandlungsanlage für Elektronikschrott.
-Drei Kanalballenpressen verarbeiten die umfangreichen Mengen an Papier/Pappe sowie Kunststoff aus Industrie und Gewerbe. Als Entsorgungsfachbetrieb gilt Drekopf darüber hinaus als Umschlagplatz für das durch die Technischen Betriebe Velbert (TBV) gesammelte Altpapier und Altholz. Weiterhin werden die Leichtstoffverpackungen („gelber Sack“) der Stadt Velbert sowie die kommunalen Altpapiermengen der Städte Wülfrath und Heiligenhaus am Standort umgeschlagen.

 

Quelle:

Stadtanzeiger Niederberg / Lokalkompass, Autorin Maren Menke

https://www.lokalkompass.de/velbert/c-wirtschaft/der-muell-hier-ist-viel-wert_a1166292

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